zum Inhalt

 

Leder,  Sebastian

Morbus Judaicus  : der jüdische Selbsthaß

Rostock : Universität , 2007

https://doi.org/10.18453/rosdok_id00000257

http://purl.uni-rostock.de/rosdok/id00000257

Der "Jüdische Selbsthaß" war ein Phänomen der Spätmoderne. Es wurde zuerst unter diesem Terminus von Theodor Lessing einem (assimilierten) Juden um 1930 beschrieben, wenngleich es seit dem Wandel der jüdischen Identität Mitte des 19. Jahrhunderts wirkfällig war. Durch die Aufgabe einer durch Judentum garantierten und tragfähigen Identität mußten sich Juden im 19. Jahrhundert eine säkulare Identität erarbeiten, die aber auf beginnenden antisemitischen und nicht länger antijudaistischen Widerstand traf. Der unter antisemitischer Zuschreibung erfolgte Identitätsaufbau respondierte ausschließlich auf Antisemitismen. Ein Weg, das Auseinanderfallen eigener und fremdzugeschriebener Identität aufzuhalten, war die Identifikation mit dem (antisemitischen) Aggressor, woraus sich vielfältige Konsequenzen und Implikationen ergaben, bis hin zum "Aufstieg des Zionismus".

Masterarbeit Open Access


Einrichtung :
Philosophische Fakultät
Gutachter :
Völkel,  Markus
Brunner,  Detlev
Sprache(n) :
Deutsch
DDC Klassifikation :
300 Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
URN :
urn:nbn:de:gbv:28-thesis2011-0002-7
Persistente URL:
http://purl.uni-rostock.de/rosdok/id00000257
erstellt am:
2011-11-18
zuletzt geändert am:
2019-01-09
Volltext