Mittelniederdeutsche Urkunden des ostniederdeutschen Sprachraums
Universität Rostock, 2025, https://doi.org/10.18453/rosdok_id00004746

Transkription von Urkunde DAN 1380a


Den aldarluchdesten eddeln vn(de) hocheborn vursten herrin koni(n)ghen Erste biscopen vn(de) biscopen herczoghen / landisherrin grauen banrossen Riddern vn(de) knechten de gerichte hebbinde syn husern dorpern vn(de) / Grenzen vogeden aller stede Ratma(n)nen vn(de) ande(re)n al vnsen Eruen vrunden de gherichte vor staen / wor se ghe setin sin vn(de) duss(is) briues openbaringhe werdin hebb(i)n vnd bede wẏ Ratman der stat / Thu danczik vnsen wylligen denst tho aller be hegelscheẏt vnuormodit Grotmechtigen vuͦrsten vn(de) / herrin vn(de) ander al vnse liuen vrunt wen gẏ sin lifhebber gnade vn(de) vredis vn(de) des ghemake / den vredis beschermer(e) tho jwer der luchtedin herscap me(n)nichuoldicheẏt beghere wy mẏt cle=/gelichin clagen tho komen wo dat wẏ Etliche tijt vor ganghen in vnsir stat danczik hadden bose snode / man medeburg(ere) vnder duss(ir) namen ghenant herman von Rudin 1 de is en Lang swart man vn(de) heft ey/nen g(re)wen bart vn(de) is hag(ere) vnder den oghen vn(de) hinric von dreuen de is en lang wẏt man mẏt vul/ẏspenden redin welk er mẏt eren valschin listen mẏt eren medehulperen mẏt wat geẏste dat se / ghevort worden des en wet me nicht vnse herrin des Landis vns(ir) herrin Land vn(de) vnse stat danczik / arbeyden se thu vorradin vn(de) vns woldin se mẏt vnsen kinde(re)n der mordin vn(de) slaen nicht redeliche sake / myddel des hebb(i)n vnse herrin eren bosheẏden vn(de) vorretnissen begeret tho beyeghen etliche hebbe Lati(n)/de houede af slan etliche hebb(i)n sy in al erer herscop vn(de) in vns(i)r stat fredelos latin leghin also rechte / vor redir vn(de) bozewẏcht(e) hijr v(m)me so bidde wẏ also wy oetmodelikest kone(n) vn(de) mogin al vnse Liuen / vrunt den rechticheẏt vn(de) vrede lif is vn(de) bosheẏt vn(de) vorretnisse leet is we(re) v(m)mer dat dusser / vorstenenen ma(n)ne ener adir beẏde in ere herscop richte adir grenczen queme de holdit / vpvn(de) settet sẏ ghe vanghin in stog adir in torm dar gẏ sẏ velich in beholdin mogin vn(de) antword(in) / se dussen bodin se vns tho brughen ou(er) se tho richtin vft se se dor de lant bronghen mogin Js ouch /des nicht so richtet ou(er) se also eẏn vorredir recht to seght vn(de) vt(e) wyset v(m)me vnsis ewighen / denstes to vorsicht vn(de) bewaret jw vor se dat jw nicht mẏt im ghe schee also vnsen herrin vn(de) / vns mẏt ẏm ghe scheen is vn(de) bewẏset jw hijr an also wy jwen derluchtedin herscop eddel / theẏt tho ghe tvwen dat wẏl wẏ ewychlich vordenen mit liue vn(de) myt gude vndir vnsem / hemelichen yng(hesegil) Ghe sc(re)uen inde Jor(e) herrin got(is) dusent drehu(n)dert indem achtentisthen / Jor(e) inder bo keringhe su(n)te Pauls

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1 Der hier genannte Hermann von Ruden ist sicherlich der Verfasser des Schreibens an den Rat (DA1380C), das unter der Signatur 300,D:80/9 im Danziger Staatsarchiv aufbewahrt wird. Damit wird die genannte Urkunde zeitlich eingeordnet, da sie vermutlich als Antwort auf die Anschuldigung des Rates verfasst wurde.