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Dies basiert auf einer starken Evidenz positiver Effekte von körperlicher Aktivität, darunter Symptomlinderung und die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (QoL). Neben allgemeinen Trainingsempfehlungen speziell für Krebsüberlebende existieren für einzelne Entitäten bereits spezifische Empfehlungen. Diese können jedoch aufgrund großer Unterschiede zwischen den Entitäten im Hinblick auf Therapieoptionen sowie krankheits- und therapieassoziierten Symptomen, selten eins zu eins übertragen werden. Ob und von welchen Trainingsmaßnahmen Patienten mit Myeloproliferativen Neoplasien (MPN) profitieren, ist bislang unzureichend untersucht und daher aktuell nicht Teil der Behandlungs-Leitlinie. Die Chronisch Myeloische Leukämie (CML) ist gekennzeichnet durch das sogenannte „Philadelphia-Chromosom“, einem durch reziproke Translokation zweier Chromosomen entstandenen onkogenen BCR::ABL-Fusionsgen, welches zu einer konstitutiv aktiven Rezeptortyrosinkinase mit unkontrollierter Blutzellproliferation führt und unter den MPNs eine Besonderheit darstellt. Aktuell gibt es keinen medikamentösen kurativen Therapieansatz zur Behandlung der CML. Durch den Einsatz von Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) konnte die Mortalität so weit gesenkt werden, dass sich die Lebenserwartung an die der Normalbevölkerung angeglichen hat. Die Prävalenz steigt somit stetig an. Obwohl immer häufiger erfolgreiche TKI-Absetzversuche zu einer funktionellen Heilung führen, ist bei einem Großteil der Fälle eine lebenslange Einnahme von TKIs für eine Krankheitsremission notwendig. Sowohl die Therapie mit TKIs als auch die CML selbst können mit einer ausgeprägten Symptomlast, mit Auswirkungen auf die QoL, einhergehen. Zielgerichtete körperliche Aktivität (= Sport) könnte folglich ein nicht-pharmakologischer Ansatz sein, um die Symptomlast zu senken und die QoL von CML-Patienten zu verbessern. Mit dem Ziel erstmals spezifische Trainingsempfehlungen für CML-Patienten zu erarbeiten, wurde im Rahmen der multizentrischen „OSHO #97-Studie“ eine einmalige Patientenbefragung durchgeführt. Neben demografischen und klinischen Parametern wurden speziell die krankheits- und therapieassoziierten Symptome sowie die Trainingspräferenzen erfasst. Auf Basis der Ergebnisse (212 CML-Patienten) und unter Berücksichtigung der aktuellen Evidenz wurden mittels integrativer Entscheidungsfindung in einem multiprofessionellen Team Trainingsempfehlungen für CML-Patienten abgeleitet. Im Fokus standen dabei die Hauptsymptome Fatigue, Knochen-/ Muskelschmerzen und Hauterscheinungen. Auffällig war der große Anteil übergewichtiger CML-Patienten, wobei unklar war, wie hoch der Anteil therapieinduzierter Gewichtszunahmen war. Die Trainingsempfehlungen umfassen im Wesentlichen ein mindestens zweimaliges, kombiniertes Kraft-Ausdauertraining mit moderater Intensität pro Woche. Die anfangs empfohlene Trainingsdauer von 30 Minuten sollte, wie auch die Intensität, im Verlauf progressiv gesteigert werden. Übergewichtigen CML-Patienten wird ein Hypertrophietraining und der Einsatz gelenkschonender Bewegungsformen empfohlen. Speziell für Sportanfänger eignet sich zum Trainingseinstieg der Zeitpunkt der hämatologischen Remission, welcher bei Therapieansprechen etwa drei Monate nach Therapiebeginn eintritt. Die vorliegenden Trainingsempfehlungen für CML-Patienten bieten eine exzellente Grundlage für zukünftige interventionelle Studien zur Evaluation der Umsetzbarkeit, Sicherheit und Effektivität des Trainings.</field><field name="allMeta">Lina Charlotte</field><field name="allMeta">Hollenbach</field><field name="allMeta">1990 -</field><field name="allMeta">VerfasserIn</field><field name="allMeta">aut</field><field name="allMeta">1398076392</field><field name="allMeta">Christian</field><field name="allMeta">Junghanß</field><field name="allMeta">1969 -</field><field name="allMeta">AkademischeR BetreuerIn</field><field name="allMeta">dgs</field><field name="allMeta">118118587</field><field name="allMeta">0000-0003-4707-777X</field><field name="allMeta">Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie, Stammzelltherapie und Palliativmedizin, Department für Innere Medizin, Universitätsmedizin Rostock</field><field name="allMeta">Susanne</field><field name="allMeta">Saußele</field><field name="allMeta">1968 -</field><field name="allMeta">AkademischeR BetreuerIn</field><field name="allMeta">dgs</field><field name="allMeta">115839860</field><field name="allMeta">0000-0003-0357-5785</field><field name="allMeta">CML-Exzellenzzentrum III. 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Die Chronisch Myeloische Leukämie (CML) ist gekennzeichnet durch das sogenannte „Philadelphia-Chromosom“, einem durch reziproke Translokation zweier Chromosomen entstandenen onkogenen BCR::ABL-Fusionsgen, welches zu einer konstitutiv aktiven Rezeptortyrosinkinase mit unkontrollierter Blutzellproliferation führt und unter den MPNs eine Besonderheit darstellt. Aktuell gibt es keinen medikamentösen kurativen Therapieansatz zur Behandlung der CML. Durch den Einsatz von Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) konnte die Mortalität so weit gesenkt werden, dass sich die Lebenserwartung an die der Normalbevölkerung angeglichen hat. Die Prävalenz steigt somit stetig an. Obwohl immer häufiger erfolgreiche TKI-Absetzversuche zu einer funktionellen Heilung führen, ist bei einem Großteil der Fälle eine lebenslange Einnahme von TKIs für eine Krankheitsremission notwendig. 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Neben demografischen und klinischen Parametern wurden speziell die krankheits- und therapieassoziierten Symptome sowie die Trainingspräferenzen erfasst. Auf Basis der Ergebnisse (212 CML-Patienten) und unter Berücksichtigung der aktuellen Evidenz wurden mittels integrativer Entscheidungsfindung in einem multiprofessionellen Team Trainingsempfehlungen für CML-Patienten abgeleitet. Im Fokus standen dabei die Hauptsymptome Fatigue, Knochen-/ Muskelschmerzen und Hauterscheinungen. Auffällig war der große Anteil übergewichtiger CML-Patienten, wobei unklar war, wie hoch der Anteil therapieinduzierter Gewichtszunahmen war. Die Trainingsempfehlungen umfassen im Wesentlichen ein mindestens zweimaliges, kombiniertes Kraft-Ausdauertraining mit moderater Intensität pro Woche. Die anfangs empfohlene Trainingsdauer von 30 Minuten sollte, wie auch die Intensität, im Verlauf progressiv gesteigert werden. Übergewichtigen CML-Patienten wird ein Hypertrophietraining und der Einsatz gelenkschonender Bewegungsformen empfohlen. Speziell für Sportanfänger eignet sich zum Trainingseinstieg der Zeitpunkt der hämatologischen Remission, welcher bei Therapieansprechen etwa drei Monate nach Therapiebeginn eintritt. Die vorliegenden Trainingsempfehlungen für CML-Patienten bieten eine exzellente Grundlage für zukünftige interventionelle Studien zur Evaluation der Umsetzbarkeit, Sicherheit und Effektivität des Trainings.Lina CharlotteHollenbach1990 -VerfasserInaut1398076392ChristianJunghanß1969 -AkademischeR BetreuerIndgs1181185870000-0003-4707-777XKlinik und Poliklinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie, Stammzelltherapie und Palliativmedizin, Department für Innere Medizin, Universitätsmedizin RostockSusanneSaußele1968 -AkademischeR BetreuerIndgs1158398600000-0003-0357-5785CML-Exzellenzzentrum III. Medizinische Klinik, Hämatologie und Onkologie, Universitätsmedizin MannheimSvenBruhn1961 -AkademischeR BetreuerIndgs1220539070000-0001-5282-2071Institut für Sportwissenschaft, Universität Rostock38329-6Universität Rostock1419 - 19761990 -Grad-verleihende Institutiondgg1029510660Universitätsmedizin Rostock01.01.2012 -Grad-verleihende Institutiondgghttps://purl.uni-rostock.de/rosdok/id00005474urn:nbn:de:gbv:28-rosdok_id00005474-810.18453/rosdok_id00005474610 Medizin, GesundheitUniversitätsmedizinalle Rechte vorbehaltenNutzungsrechte erteiltLizenz Metadaten: CC0frei zugänglich (Open Access)deen1 Online-Ressource (verschiedene Seitenzählungen)2024Dezember 2024Universität RostockRostockmonographic20252026Universitätsbibliothek RostockRostock2026Universitätsbibliothek Rostockhttps://purl.uni-rostock.de/rosdok/id00005474[{"name":"Junghanß, Christian","affil":"Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie, Stammzelltherapie und Palliativmedizin, Department für Innere Medizin, Universitätsmedizin Rostock"},{"name":"Saußele, Susanne","affil":"CML-Exzellenzzentrum III. Medizinische Klinik, Hämatologie und Onkologie, Universitätsmedizin Mannheim"},{"name":"Bruhn, Sven","affil":"Institut für Sportwissenschaft, Universität Rostock"}]Dissertation, Universität Rostock, 2025vorgelegt von Lina Charlotte Hollenbach
              
                Junghanß, Christian
                Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie, Stammzelltherapie und Palliativmedizin, Department für Innere Medizin, Universitätsmedizin Rostock
              
              
                Saußele, Susanne
                CML-Exzellenzzentrum III. Medizinische Klinik, Hämatologie und Onkologie, Universitätsmedizin Mannheim
              
              
                Bruhn, Sven
                Institut für Sportwissenschaft, Universität Rostock
              
            
      
    
  
  
    
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Dies basiert auf einer starken Evidenz positiver Effekte von körperlicher Aktivität, darunter Symptomlinderung und die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (QoL). Neben allgemeinen Trainingsempfehlungen speziell für Krebsüberlebende existieren für einzelne Entitäten bereits spezifische Empfehlungen. Diese können jedoch aufgrund großer Unterschiede zwischen den Entitäten im Hinblick auf Therapieoptionen sowie krankheits- und therapieassoziierten Symptomen, selten eins zu eins übertragen werden. Ob und von welchen Trainingsmaßnahmen Patienten mit Myeloproliferativen Neoplasien (MPN) profitieren, ist bislang unzureichend untersucht und daher aktuell nicht Teil der Behandlungs-Leitlinie. Die Chronisch Myeloische Leukämie (CML) ist gekennzeichnet durch das sogenannte „Philadelphia-Chromosom“, einem durch reziproke Translokation zweier Chromosomen entstandenen onkogenen BCR::ABL-Fusionsgen, welches zu einer konstitutiv aktiven Rezeptortyrosinkinase mit unkontrollierter Blutzellproliferation führt und unter den MPNs eine Besonderheit darstellt. Aktuell gibt es keinen medikamentösen kurativen Therapieansatz zur Behandlung der CML. Durch den Einsatz von Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) konnte die Mortalität so weit gesenkt werden, dass sich die Lebenserwartung an die der Normalbevölkerung angeglichen hat. Die Prävalenz steigt somit stetig an. Obwohl immer häufiger erfolgreiche TKI-Absetzversuche zu einer funktionellen Heilung führen, ist bei einem Großteil der Fälle eine lebenslange Einnahme von TKIs für eine Krankheitsremission notwendig. Sowohl die Therapie mit TKIs als auch die CML selbst können mit einer ausgeprägten Symptomlast, mit Auswirkungen auf die QoL, einhergehen. Zielgerichtete körperliche Aktivität (= Sport) könnte folglich ein nicht-pharmakologischer Ansatz sein, um die Symptomlast zu senken und die QoL von CML-Patienten zu verbessern. Mit dem Ziel erstmals spezifische Trainingsempfehlungen für CML-Patienten zu erarbeiten, wurde im Rahmen der multizentrischen „OSHO #97-Studie“ eine einmalige Patientenbefragung durchgeführt. Neben demografischen und klinischen Parametern wurden speziell die krankheits- und therapieassoziierten Symptome sowie die Trainingspräferenzen erfasst. Auf Basis der Ergebnisse (212 CML-Patienten) und unter Berücksichtigung der aktuellen Evidenz wurden mittels integrativer Entscheidungsfindung in einem multiprofessionellen Team Trainingsempfehlungen für CML-Patienten abgeleitet. Im Fokus standen dabei die Hauptsymptome Fatigue, Knochen-/ Muskelschmerzen und Hauterscheinungen. Auffällig war der große Anteil übergewichtiger CML-Patienten, wobei unklar war, wie hoch der Anteil therapieinduzierter Gewichtszunahmen war. Die Trainingsempfehlungen umfassen im Wesentlichen ein mindestens zweimaliges, kombiniertes Kraft-Ausdauertraining mit moderater Intensität pro Woche. Die anfangs empfohlene Trainingsdauer von 30 Minuten sollte, wie auch die Intensität, im Verlauf progressiv gesteigert werden. Übergewichtigen CML-Patienten wird ein Hypertrophietraining und der Einsatz gelenkschonender Bewegungsformen empfohlen. Speziell für Sportanfänger eignet sich zum Trainingseinstieg der Zeitpunkt der hämatologischen Remission, welcher bei Therapieansprechen etwa drei Monate nach Therapiebeginn eintritt. Die vorliegenden Trainingsempfehlungen für CML-Patienten bieten eine exzellente Grundlage für zukünftige interventionelle Studien zur Evaluation der Umsetzbarkeit, Sicherheit und Effektivität des Trainings.</field><field name="mods.dateIssued">2024</field><field name="mods.yearIssued">2024</field><field name="mods.note.referee"></field><field name="mods.note.personal_details">[{"name":"Junghanß, Christian","affil":"Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie, Stammzelltherapie und Palliativmedizin, Department für Innere Medizin, Universitätsmedizin Rostock"},{"name":"Saußele, Susanne","affil":"CML-Exzellenzzentrum III. 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