Universität Rostock, 2026
https://doi.org/10.18453/rosdok_id00005127
Abstract: Christoph Krauthoff wächst in einer Neubrandenburger Ratsfamilie auf, arbeitet nach dem Studium an mehreren Universitäten als Anwalt in Rostock, entflieht vor dem Krieg nach Schleswig-Holstein, übernimmt dort neben einer Anwaltspraxis das Syndikat der schleswig-holsteinischen Ritterschaft, wird inhaftiert und geht nach seiner Entlassung zurück nach Rostock, wo er zum Stadtsyndikus bestallt und ein halbes Jahr später von König Christian zu Dänemark und Norwegen zum Rat von Haus aus berufen wird, aber von dem Deutschen Kanzler an der Ausübung dieser Aufgabe gehindert und gekündigt wird. Die Stadt Rostock ernennt ihn wieder zum Vice-Syndikus, dann auch zum Ratsherrn und schließlich zum Syndikus und Bürgermeister auf Lebenszeit, wie er glaubt. Mit Drohungen und Verfolgungen werden er und der Rat der Stadt vom Mecklenburgisch-Schwerinschen Herzog Christian gezwungen, diesen Dienst aufzukündigen und das Amt des herzoglichen Vizekanzlers und kurz darauf des Kanzlers zu übernehmen. In diesem Amt wird er derartig mit herzoglichen Rechtsstreitigkeiten überhäuft, dass er zwei Jahre später seine Entlassung beantragt, auf die er drei weitere Jahre warten muss. Mit Hinweisen auf Kanzlerschaften bei sachsen-lauenburgischen Herzogen verliert sich seine Spur. Quellen für diese Biographie sind die von Christoph Krauthoff publizierten Schutzschriften mit Dokumenten aus seiner schleswig-holsteinischen Zeit, die Ratsakten der Stadt Rostock sowie Dokumente und Korrespondenzen aus seiner Rostocker Zeit und seiner Kanzlerschaft in Schwerin.
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