Universität Rostock, Institut für Philosophie, [2026]
https://doi.org/10.18453/rosdok_id00005682
Abstract: Der Beitrag widmet sich dem Sterbeprozess – allerdings aus der zumeist völlig übersehenen räumlichen Perspektive. Was bedeutet es, wenn wir dauerhaft zum Erliegen kommen, bettlägerig werden, nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen können? Das Sterben ist leiblich gesehen der Kontrapunkt oder Gegenpol zum Erwachsenwerden. Ausgehend von Hermann Schmitz´Wohntheorie, in der der Umgang mit den Umfriedungen zentral ist, wird der Sterbeprozess als Ent-Wohnen diskutiert. In der letzten Phase des Lebens lösen sich die Umfriedungen auf. Das Abgründige kann nicht mehr verhandelt werden. Das hat Auswirkungen auf die gemeinsame Situation. In diesem räumlichen Transformationsprozess werden die Angehörigen zu Hinterbliebenen.
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