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Muhammad Ismail

Identifying Forkhead Box Q1 as a novel regulator of ferroptosis

Universität Rostock, 2023

https://doi.org/10.18453/rosdok_id00004666

Abstract: Ferroptose, eine eisenabhängige Form des regulierten Zelltods, ist durch Phospholipidperoxidation und metabolische Restriktion gekennzeichnet. Ferroptose spielt eine wichtige Rolle in der Tumorbiologie und trägt zur Entstehung vieler Pathologien bei. Zellen reagieren auf ferroptotische Reize durch die Regulation von Selenoproteinen, einschließlich des Schlüsselregulators für Ferroptose, dem Phospholipid-Hydroperoxid-reduzierenden Enzym Glutathionperoxidase 4 (GPX4). Die zugrunde liegenden Mechanismen und Signalwege des ferroptotischen Zelltods sind jedoch weitgehend unbekannt. Aktuelle Forschungen zielen darauf ab, das pathophysiologische Verständnis der Ferroptose und ihre mögliche Nutzung für die Behandlung von Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen zu vertiefen. In dieser zellbasierten Studie wurden der GPX4-Inhibitor (1S, 3R)-RSL3 (RAS selective lethal) und der Inhibitor von System Xc (einem Cystein/Glutamat-Antiporter-System), Erastin, verwendet und es konnte Forkhead Box Q1 (FOXQ1) als vielversprechender Faktor bei der Regulation der zellulären Ferroptose-Empfindlichkeit identifiziert werden. Der Transkriptionsfaktor FOXQ1 ist ein Mitglied der Forkhead-Proteine, die wichtige Funktionen bei der biologischen Entwicklung und der Tumorentstehung kontrollieren. Nur eine sehr begrenzte Anzahl von Studien hat die Rolle von FOXQ1 bei menschlichem Krebs untersucht. Ob FOXQ1 und die von FOXQ1 regulierten Gene eine potenziell vorhersagbare Rolle bei der Ferroptose haben, muss jedoch weiter untersucht werden, da in der vorliegenden Studie pleiotrope Effekte in verschiedenen Zelllinien beobachtet wurden. Ein Überexpressionsklonierungsansatz wurde verwendet, um Faktoren und zellautonome Mechanismen zu identifizieren, die der Regulation der Ferroptose in der verwendeten Zelllinie zugrunde liegen. Die vorliegenden Daten legen nahe, dass FOXQ1 überexprimierende Zellen im Vergleich zu Kontrollzellen eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Ferroptose aufweisen. Diese Erkenntnis wurde durch Untersuchungen an einer Reihe von humanen Brustkrebszelllinien erweitert, welche zeigen, dass die Überexpression von FOXQ1 die Empfindlichkeit gegenüber durch RSL3 und Erastin induziertem ferroptotischen Zelltod vermittelt. Um den Effekt der durch FOXQ1 vermittelten Empfindlichkeit gegenüber Ferroptose in stabil überexprimierenden Krebszelllinien zu demonstrieren, wurden mehrere ferroptose-regulierende Gene zu verschiedenen Zeitpunkten analysiert. In dem Bestreben, den Mechanismus des Ferroptosevorgangs weiter zu ergründen, wurde mit Hilfe der CRISPR/CAS-Technologie ein gezielter Knockout (KO) von FOXQ1 in verschiedenen Krebszelllinien durchgeführt, was zu einer verringerten Invasivität der Zellen führte. Des Weiteren wurde gezeigt, dass die Deletion von FOXQ1 zu einer geringeren Proliferationsrate der Zellen und zum Zelltod führt. Folglich wurden verschiedene Krebszelllinien erzeugt, die FOXQ1 überexprimieren, um Untersuchungen zur Rolle von FOXQ1 und den neuartigen Transkriptionszielen von FOXQ1 in der Ferroptose zu ermöglichen, die als potenzielle therapeutische Ziele für die Entwicklung von Antikrebstherapien dienen können.

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