Universität Rostock, 2024
https://doi.org/10.18453/rosdok_id00005262
Abstract: Der Knochen ist ein dynamisches Gewebe, welches sich im ständigen Umbau befindet. Störungen der Knochenhomöostase können u.a. durch die hormonelle Veränderung in der Menopause hervorgerufen werden und langfristig zu einer Osteoporose führen. Diese ist durch eine Abnahme der Mineraldichte im Knochen mit konsekutiver Zunahme des Risikos für Fragilitätsfrakturen gekennzeichnet. Der Knochenstoffwechsel wird sowohl durch PTH, Calcitriol und FGF-23 als auch durch Östrogen reguliert. Vor dem Hintergrund, dass sich das Atemgasmetabolom von Frauen relativ zu den zyklusbedingten Hormonschwankungen ändert, lag es nahe, auch das Atemgasmetabolom postmenopausaler Frauen in Relation zum Knochenstatus zu untersuchen. In dieser longitudinalen prospektiven Studie wurde das Atemgasmetabolom von 68 postmenopausalen Frauen relativ zum individuellen Osteoporoserisiko und unter Berücksichtigung einer eventuell bereits eingetretenen Fragilitätsfraktur des distalen Radius über einen Zeitraum von 12 Monaten untersucht. Zusätzlich wurden die Griffkraft, die Konzentration ausgewählter Knochenmarker im Blut sowie subjektive Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Knochenstoffwechsel betrachtet. Es konnte eine erhöhte Konzentration von Dimethylsulfid, Allylmethylsulfid, Butanthiol und Buttersäure in der exspiratorischen Atemluft der Probandinnen mit hohem Osteoporoserisiko identifiziert werden. Insbesondere der ausgeprägte Anstieg der DMS-Konzentration deutet auf ein enges Zusammenspiel des Knochenstoffwechsels und des Darmmikrobioms hin. Die Griffkraft war bei Probandinnen mit hohem Osteoporoserisiko über die Messreihe verringert. Bei Probandinnen mit distaler Radiusfraktur glich sich das Griffmuster der betroffenen Seite an das der gesunden Hand an und die Griffkraft nahm im Verlauf zu. Die Bestimmung von Knochenmarkern im Blut und die Abfrage mit dem DASH-Fragebogen waren nicht geeignet, um Aussagen über den Knochenstoffwechsel zu treffen.
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